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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: Juni 2026

§ 1 Geltungsbereich und Anbieter

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen JAG Technologies, Jan Greve, Kahden 5, 22393 Hamburg (nachfolgend „Anbieter") und Unternehmen oder selbstständigen Dienstleistern (nachfolgend „Kunde"), die die Software-as-a-Service-Lösung accountingsimple nutzen.

Entgegenstehende oder abweichende Bedingungen des Kunden werden nicht anerkannt.

§ 2 Vertragsgegenstand und Leistungsbeschreibung

Der Anbieter stellt dem Kunden über das Internet eine webbasierte Software zur Verfügung, die folgende Funktionen umfasst:

Das Angebot richtet sich ausschließlich an Kunden mit Sitz in Deutschland. Als Kontenrahmen wird der SKR03 verwendet. Ein Anspruch auf die Unterstützung anderer Kontenrahmen besteht nicht.

Ein Anspruch auf bestimmte Funktionen oder eine bestimmte Verfügbarkeit besteht nicht, soweit keine gesonderte SLA vereinbart wurde. Der Anbieter ist berechtigt, den Funktionsumfang jederzeit zu erweitern oder anzupassen.

§ 3 Registrierung und Nutzerkonto

Die Nutzung erfordert eine Registrierung mit korrekten und vollständigen Unternehmensdaten. Der Kunde ist verantwortlich für die Geheimhaltung seiner Zugangsdaten und haftet für alle Handlungen, die unter seinem Konto vorgenommen werden.

Der Kunde darf sein Konto nicht an Dritte übertragen oder Dritten Zugang gewähren, sofern diese nicht als autorisierte Mitarbeiter im System angelegt sind.

Der Anbieter behält sich vor, Konten zu sperren oder zu löschen, wenn Anhaltspunkte für eine missbräuchliche Nutzung oder einen Verstoß gegen diese AGB vorliegen.

§ 4 Preise und Zahlung

Die aktuellen Preise sind auf accountingsimple.de einsehbar. Alle Preise sind Nettopreise zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Die Zahlung erfolgt monatlich im Voraus per Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Mollie B.V.. Kreditkartendaten werden ausschließlich bei Mollie gespeichert und verarbeitet; der Anbieter hat keinen Zugriff darauf.

Bei erfolglosem Zahlungseinzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zum Dienst nach einer Frist von 7 Tagen zu sperren, bis der ausstehende Betrag beglichen ist.

§ 5 Vertragslaufzeit und Kündigung

Das Abonnement läuft monatlich oder jährlich, je nach Buchung. Es verlängert sich automatisch um einen weiteren Monat bzw. Jahr, sofern es nicht spätestens 30 Tage vor Ablauf des laufenden Zeitraums gekündigt wird.

Die Kündigung kann schriftlich per E-Mail an info@accountingsimple.de erfolgen oder über die Funktion zum Kündigen auf der Website (wenn angemeldet/eingeloggt).

Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Kunde gegen diese AGB verstößt oder Zahlungsverpflichtungen dauerhaft nicht erfüllt.

Nach Vertragsende werden Kundendaten für 30 Tage aufbewahrt und können auf Anfrage exportiert werden. Anschließend werden sie unwiderruflich gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

§ 6 Pflichten des Kunden

Der Kunde verpflichtet sich:

  1. die Software ausschließlich für rechtmäßige Zwecke zu nutzen;
  2. keine unrichtigen Daten einzugeben, die Dritte schädigen könnten;
  3. den Zugang zu seinem Konto vor unbefugtem Zugriff zu schützen;
  4. die Software nicht zu vervielfältigen, zu dekompilieren oder zurückzuentwickeln;
  5. den Anbieter unverzüglich zu informieren, wenn er Kenntnis von einer missbräuchlichen Nutzung seines Kontos erlangt.

§ 7 Datenschutz

Der Umgang mit personenbezogenen Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung des Anbieters.

Soweit der Kunde personenbezogene Daten Dritter (z. B. seiner eigenen Kunden oder Mitarbeiter) in accountingsimple eingibt, gilt der nachfolgende Auftragsverarbeitungsvertrag (§ 8) als integraler Bestandteil dieser AGB.

§ 8 Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO

8.1 Gegenstand und Dauer

Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten durch JAG Technologies (Auftragsverarbeiter) im Auftrag des Kunden (Verantwortlicher) im Rahmen der Nutzung von accountingsimple. Er gilt für die Dauer des Hauptvertrags.

8.2 Art, Zweck und Umfang der Verarbeitung

MerkmalBeschreibung
ZweckBereitstellung der SaaS-Software zur Zeiterfassung, Rechnungsstellung und Kundenverwaltung
Art der VerarbeitungSpeicherung, Abfrage, Anzeige, Übermittlung (E-Mail-Versand), Löschung
DatenkategorienNamen, Adressen und E-Mail-Adressen der Endkunden des Verantwortlichen; Zeiterfassungsdaten; Rechnungsdaten
Betroffene PersonenEndkunden und Mitarbeiter des Verantwortlichen

8.3 Weisungsgebundenheit

Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen. Die Nutzung der Software-Funktionen gilt als dokumentierte Weisung. Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen unverzüglich, wenn er der Auffassung ist, dass eine Weisung gegen datenschutzrechtliche Vorschriften verstößt.

8.4 Vertraulichkeit

Der Auftragsverarbeiter stellt sicher, dass die zur Verarbeitung befugten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind oder einer angemessenen gesetzlichen Verschwiegenheitspflicht unterliegen.

8.5 Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)

Der Auftragsverarbeiter trifft folgende Maßnahmen gemäß Art. 32 DSGVO:

  • Verschlüsselung aller Datenübertragungen via HTTPS/TLS
  • Verschlüsselte Speicherung von Passwörtern (bcrypt)
  • Datenbankzugriff beschränkt durch Row-Level-Security (Mandantentrennung)
  • Hosting in der EU (Supabase, Region Frankfurt / AWS eu-central-1)
  • Zugriffskontrolle durch rollenbasierte Berechtigungen

8.6 Unterauftragsverarbeiter

Der Auftragsverarbeiter setzt folgende Unterauftragsverarbeiter ein, denen gegenüber gleichwertige datenschutzrechtliche Pflichten auferlegt werden:

AnbieterSitzZweck
Supabase Inc.USA (Datenhaltung EU/Frankfurt)Datenbankhosting, Authentifizierung, Dateispeicherung
Mollie B.V.Amsterdam, NiederlandeZahlungsabwicklung (keine Inhaltsdaten)

Der Verantwortliche erteilt hiermit die allgemeine Genehmigung zum Einsatz dieser Unterauftragsverarbeiter. Wesentliche Änderungen werden mit angemessener Frist (mindestens 30 Tage) angekündigt; der Verantwortliche kann bei berechtigten Einwänden den Hauptvertrag kündigen.

8.7 Unterstützungspflichten

Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen nach Möglichkeit bei der Erfüllung von Betroffenenrechten (Auskunft, Berichtigung, Löschung) sowie bei der Pflicht zur Datenschutz-Folgenabschätzung (Art. 35 DSGVO), soweit diese die verarbeiteten Daten betreffen.

8.8 Löschung und Rückgabe nach Vertragsende

Nach Beendigung des Hauptvertrags werden alle personenbezogenen Daten des Verantwortlichen innerhalb von 30 Tagen auf Anfrage zurückgegeben (CSV-Export) und anschließend unwiderruflich gelöscht, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen.

8.9 Nachweise und Audits

Der Auftragsverarbeiter stellt dem Verantwortlichen alle erforderlichen Informationen zum Nachweis der Einhaltung der Pflichten aus Art. 28 DSGVO zur Verfügung und ermöglicht Überprüfungen (Audits), die der Verantwortliche oder ein von ihm beauftragter Prüfer durchführen. Audits sind mit angemessener Vorankündigungsfrist (mindestens 14 Tage) und auf Kosten des Verantwortlichen durchzuführen.

§ 9 Verfügbarkeit

Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit des Dienstes, garantiert jedoch keine ununterbrochene Verfügbarkeit. Geplante Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit vorab angekündigt und außerhalb der Hauptnutzungszeiten durchgeführt.

§ 10 Haftung

Der Anbieter haftet unbeschränkt für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit sowie für vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzungen.

Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden beschränkt. Die Haftung ist dabei der Höhe nach begrenzt auf die Summe der vom Kunden in den letzten 12 Monaten vor dem Schadenseintritt gezahlten Monatsgebühren. Im Übrigen ist die Haftung für leicht fahrlässige Pflichtverletzungen ausgeschlossen.

Eine verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für anfängliche Mängel gemäß § 536a Abs. 1 BGB wird ausdrücklich ausgeschlossen.

Der Anbieter haftet nicht für den Verlust von Daten, wenn der Schaden darauf beruht, dass der Kunde es unterlassen hat, eine eigene Datensicherung vorzunehmen.

Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.

§ 11 Änderungen dieser AGB

Der Anbieter behält sich vor, diese AGB mit einer Ankündigungsfrist von 30 Tagen per E-Mail zu ändern. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die neuen AGB als akzeptiert. Auf dieses Widerspruchsrecht wird in der Ankündigungs-E-Mail ausdrücklich hingewiesen.

Im Falle eines Widerspruchs ist der Anbieter berechtigt, den Vertrag zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode zu beenden.

§ 12 Schlussbestimmungen

Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist Hamburg, sofern der Kunde Kaufmann im Sinne des HGB ist.

Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.